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Mein täglicher Luxus

Heute Morgen beim Joggen wurde mir mal wieder bewusst, wie sehr sich mein Leben in den letzten 4 Jahren verändert hat.
Ich geniesse es jeden Tag und bin dankbar, das ich mittlerweile so leben kann. Doch das war nicht immer so.

Fotograf heisst immer am Ball bleiben, auch körperlich

Es ist mein tägliches Ritual, aufstehen, sich etwas Zeit nehmen um wach zu werden und dann raus in den Park, der direkt hinter meinem Haus liegt und eine Runde laufen. Für mich zählt Sport zum Arbeitsalltag dazu. Denn nur mit Sport kann ich fit für meine täglichen Aufgaben bleiben. Besonders an den Wochenenden wenn die Hochzeiten anstehen. Ich weiss nicht wie es meine Kollegen schaffen, die keinen Sport machen und dann 12 Stunden eine Hochzeit mit schweren Kameras begleiten. Am nächsten Tag weiss ich immer was ich am Tage vorher gemacht habe, trotz Sport. Durch den Sport komme ich ziemlich locker durch den doch recht anstrengenden Tag. Egal wie heiss es ist, egal unter welchen umständen man fotografieren muss. Mit genügend Wasser und jeder der mich mal bei einer Hochzeit gesehen hat, weiß das ich auch ganz gerne mal ein zwei drei Gläser Cola trinke. Unter der Woche trinke ich so gut wie nie Cola, bei Hochzeiten ist das eine tolle Energiebombe die einem Kraft für die nächsten Runden gibt.

Seit 17 Jahren selbstständig, erst 4 davon als Fotograf

Es gab eine Selbstständigkeit vor meinem Fotografenleben und genau deshalb weiß ich dieses Leben nun so zu schätzen.
Ich war Taxiunternehmer in Köln. Wie so oft im Leben passieren Dinge einfach rein zufällig und man rutscht in einen Beruf ohne dieses geplant zu haben. So war es bei mir mit dem Taxi und mit der Fotografie. Taxifahren und vor allem das Unternehmerdasein ist alles andere als Zuckerschlecken und obwohl ich gute Stammkunden hatte wuchs meine Unzufriedenheit, bedingt durch den Stress im Verkehr, Terminstress und nicht in den Punkten gefordert zu werden, die mir wirklich Spaß machen. Das beste an der Taxifahrerei war der Kontakt mit Menschen jeglicher Colör. Ich glaube das mich das so lange an der Stange gehalten hatte.

Aber ich brauchte was um Stress abzubauen und so kam es, das ich zur Kamera griff.

Erst rein zum Spaß. Austesten, die schöne neue digitale Welt. Bild machen, sofort auf dem Display sehen und am Computer ausdrucken, toll. Ich verbesserte mich stetig und ich merkte wie ich den Alltagsstress völlig ausblenden konnte, wenn ich eine Kamera in der Hand hielt. Das ist auch heute noch so.
2010 kam ich auch wieder durch Zufall dazu mein erstes Konzert zu fotografieren. Damit war es dann um mich geschehen und ich musste mehr in diesem Bereich machen. Mittlerweile sahen immer Freunde und Bekannte, wie die Qualität meiner Bilder, nun auch immer mehr TFP Shootings mit Models, immer besser wurden. 2012 kam ich dazu meine erste Hochzeit für Freunde festzuhalten. Das wurde zum Selbstläufer und ich hatte schnell mein Portfolio zusammen. 2013 entschied ich mich als Fotograf durchzustarten und ich gewährte mir selber noch ein Übergangsjahr, indem ich als halbe Kraft beim neuen Unternehmer meines Taxigewerbes noch arbeiten konnte. Jedoch fehlte mir immer wieder die Zeit für meine eigentliche Leidenschaft und es viel mir schwer das Jahr noch voll zu machen.  Ich wollte unbedingt alle nur mögliche Zeit in meine Fotogrtafie aufwenden um besser werden.

Warum ich das schreibe

Ich habe vor kurzem in einem Blog von Calvin Hollywood einen Eintrag von einer jungen Hochzeitsfotografin gelesen. Ich weiß nicht wie alt sie ist, aber einem Profilbild nach zu urteilen unter 30. Sie schrieb wie anstrengend doch die Hochzeitsfotografie für sie ist und sie nicht weiß ob sie das mit 50 noch schafft. Mensch Mädel, als Fotografin hast du keinen einfachen Job, aber einen der schönsten Berufe, die man überhaupt ergreifen kann. Wenn man so jung ist hat man noch alle Zeit sich in Ruhe zu entwickeln um die Welt zu erobern.
Ich bin nun fast 49, noch recht jung in dem Business, doch ich will nichts anderes mehr machen und fühle mich beruflich angekommen. Da gibt es für mich keine Entschuldigung, mal nicht an sich zu arbeiten. Ich arbeite jeden Tag inkl.Sport, der für mich zur Arbeit dazu gehört, mindesten 12 Stunden und ich geniesse es.
Das zu tun, was mir Spaß macht und mir gut tut ist mein täglicher Luxus. Auch wenn es mal nicht so gut läuft.

Hochzeitsfotograf Frank Metzemacher

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