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Schottland Tagebuch Teil 2

Schottland Fotoreise Tag 3

Auch an diesem Morgen hängt wieder eine schwere dunkle Wolkendecke über Schottland. Nach der anstrengenden Monstertour gestern, haben wir es heute etwas ruhiger angehen lassen.

Auf dem Programm steht nur das Carrick Castle, welches gerade mal 35mls von hier entfernt liegt. Sagte ich nur 35mls? Es sind besondere, denn auch hier waren fast 2 Stunden unterwegs. Aber es lohnte sich. Wie sagt man so schön? Nest? Ja so kann man die Siedlung um das Castle Carrick bezeichnen. Wer hier lebt muss immer durch diese eine Küstenstrasse und die zieht sich. Alle Paar Meter muss man Anhalten und einen Passing Point finden, wenn Gegenverkehr kommt. Ich weiß nicht wie Anwohner das mit dem Weg zur Arbeit täglich machen, aber für mich wäre das nichts. Die Schotten sind so wie man sie kennt, stets freundlich und setzen schneller zurück, als ich den Rückwärtsgang mit der linken Hand finden kann. Einer der wirklich sofort zurück fuhr, obwohl ich direkt an einem Passing Point war, meinte zu mir. Ach ich lebe hier, kenne es nicht anders und bin schneller zurück und lachte dabei. Das war so ein Typ, mit dem man ohne ihn zu kennen direkt in ein Pub einkehren würde. Die Gelassenheit der Schotten wünsche ich mir gerne auf unseren Strasse.Überhaupt die Schotten, was für ein freundliches Volk. Alle grüßen einen, immer ein Lächeln im Gesicht. Man fühlt sich einfach wohl.

Carrick Castle

Eines der typischen kleinen schottischen Castles aus dem 15 Jahrhundert in Kastenform. Ein ähnliches habe ich vor morgen zu besuchen, das Castle Stalker. Leider war das Licht durch die durchgehende Wolkendecke eher langweilig und ich befasste mich damit, aus welchem Winkel und mit welcher Brennweite das Castle am besten auf den Sensor zu bannen ist. Die paar Leute die mich dabei gesehen haben, hatten sicher ihren Spaß. Links, rechts, auf, nieder, Osterglöckchen ins Bild, hinlegen usw. Wenn man nicht so viele Motive an einem Tag auf dem Plan hat, dann kann man an dem einen sich ja mal etwas austoben.

Ein Fotomotiv ist nicht genug

Auf dem Rückweg ging es doch noch mal mit einem kleinen Schlenker über Tarbet zum Loch Lomond. Dort gibt es einen kleinen Bootsanleger für eine kleine Bootstour über Loch Lomond.
Es regnete mittlerweile schon seit der Rückfahrt in einem durch und es wurde teils so stark, das die Sicht nur noch wenige Meter betrug. Wa liegt da näher als eine Bootstour? Überdacht und eine Stunde für 10 Pfund über den See schippern. Wir waren alleine am Steg als das Boot festmachte. Aber hatten kein Ticket, direkt am Boot war nix mit Ticket ordern. Also zurück und Ticket kaufen. In dem Moment hielten 3 Busse mit Ausflüglern im sehr gesetzten Alter, die alle genau auf dieses kleine Boot wollten. Ok, das war ein Zeichen. Es würde heissen irgendwo innen drin ohne Fenster zu sitzen. Also keine Tickets und hier am Ufer etwas durch den Regen spazieren gehen. Irgendwie bin ich froh das es dazu kam, denn sonst hätte ich dieses sehr düstere Bild am Ufer mit dem Bäumchen nicht gemacht. Es ist dunkel ja sehr dunkel, aber ich liebe die Stimmung in dem Bild. Ich hoffe auf jeden Fall das sich das Wetter langsam bessert, denn sonst wird eine düstere Bildserie als ich es geplant habe. Aber wer braucht schon Sonne, mit Sonne kann ja jeder…;)

Schottland Fotoreise Tag 4

Nachdem wir uns Fahrtechnisch gestern etwas erholt haben, sollte es heute mal wieder zu einer längeren Tour kommen. Auf dem Plan standen Glenn Coe und Castle Stalker. Das Castle Thront auf eine kleinen Insel, die bei Ebbe komplett zu Fuß zu erreichen ist und nur bei Flut komplett als Insel zu erkennen ist.

Glenn Coe

Auf allen Wegen Richtung Highlands muss man zwangsläufig aus dem Süden kommend an Glenn Coe vorbei, oder besser hindurch. Es fängt schon mit den ersten Moorlandschaften an. Es ist ein irres Gefühl, wie sich die Landschaft schlagartig auf eine nochmal atemberaubendere Weise verändert. Es ist hier ja überall schön, aber die Highlands haben ihren eigenen Charme und spätestens wenn das Schild „Welcome to the Highlands“ passiert wird ist Gänsehaut angesagt.

Kaum hat man das Schild verdaut, kommen die Highlands mit voller Wucht in Form des Etive Mòr.

Er ist nur 1000 Meter hoch, aber um so imposanter und Mitte April auf seiner Spitze noch mit Schnee bedeckt.
Hier ging es auch mal auf einen Wanderweg ins Gelände und liess die Drohne in einer Regenpause fliegen. Ja ich hatte schon Angst sie überhaupt nicht einsetzen zu können. aber es war einfach zu windig. Es war ein sehr kurzer Flug und es war schwierig sie wieder zurück zu fliegen. Zu dem Vorsprung wo ich sie hinhaben wollte, war es einfach unmöglich. Die kleine Mavic kam nicht gegen den starken Wind an.

Castle Stalker

Eine weitere Fahrstunde von Glenn Coe ist dann auch das Castle Stalker. Irgendwie gibt es dort keine richtige Wegbeschreibung wie man runter ans Wasser und näher ans Castle kommt. Nur der Parkplatz an dem Touristen Cafe mit einem Zugang zur Aussicht von weiter oben. Näher am Wasser gibt es keine Parkplätze. Also am Cafe geparkt und zu Fuss runter. Am Ufer angekommen war die Ebbe vorbei und die Flut kam langsam zurück, aber immer noch genug begehbarer Seegrund um ein paar Bilder mit Seegrund und Castle zusammen zu machen.

Windig war es, sehr windig sogar und ich hatte echt Bedenken die Drohne fliegen zu lassen. Erster Test am Ufer gegen den Wind in 5 Meter höhe ging so gerade eben. Nur vorsichtig mit der Mavic über das Wasser immer gegen den Wind, das sie den Rückweg mit dem Wind antreten konnte und ich keine Angst habe sie zu verlieren. In der Luft still stehen ging nicht wirklich Auch der Weg gegen den Wind ging im Sportmodus nur sehr langsam Meter für Meter. Dennoch habe ich ein paar gute Bilder mit der Mavic Pro machen können.

Wie man auf den Bildern sieht, hatten wir wirklich viele düstere Wolken, aber ich mag diese Stimmung in Schottland.  Wenn man dann auch noch solch ein Glück mit etwas Sonnenlicht hat, das sich durch die Wolkendecke kämpft und im richtigen Augenblick da ist und den Auslöser drückt, ist der Fotografenhimmel perfekt.

Ich freue mich schon, wenn ich alle Bilder gesichtet und bearbeitet habe.

Ob es der fertige Bildlook wird, kann ich noch nicht sagen. Das sind jetzt Bilder und Gedanken, so frisch wie ich es gerade erlebt habe.

 

Alle Bilder wurden aufgenommen mit:

Canon 5D Mark IV, Sigma 24/1.4 Art, Sigma 35/1.4 Art, Sigma 50/1.4 Art, Tamron 85/1.8

Sony Alpha 6000, Sigma 19/2.8

DJI Mavic Pro

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